Pfeifen

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Die Wahl der richtigen Pfeife

Schlichte Pfeifenformen bereiten Anfängern die wenigsten Probleme. Eine mittelgroße klassische Gerade mit Normalbohrung (ohne Filter) ist ideal. Die Gerade lässt sich problemlos rauchen und reinigen. Nach dem Schmauchen wird einfach ein Pfeifenreiniger durch Mundstück und Holm bis in den Anfang des Pfeifenkopfs geschoben und wieder entfernt, wenn die Pfeife erkaltet ist.

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  1. Neu
    Art.Nr.
    PF-WIV300-2
    Winslow Crown Pfeife Gingko

    Ein Unikat, das an das Blatt eines Gingko Baums erinnert.

    178,00 €
    Inkl. 19% Steuern, exkl. Versand
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    Art.Nr.
    PF-WIC200-2-1
    Winslow Crown Pfeife Gyngehest

    Dieser Plum Pfeifenkopf liegt ausgesprochen gut in der Hand.

    157,00 €
    Inkl. 19% Steuern, exkl. Versand
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    Art.Nr.
    PF-WIC200-3-1
    Winslow Crown Pfeife Idhoved

    Interessant gemaserte Pfeife mit einem Finish, das die Maserung hervorhebt.

    157,00 €
    Inkl. 19% Steuern, exkl. Versand
  4. Neu
    Art.Nr.
    PF-WIC200-1-1
    Winslow Crown Pfeife Poul

    Standpfeife mit flachem, sechsfach facettiertem Holm.

    157,00 €
    Inkl. 19% Steuern, exkl. Versand
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    Art.Nr.
    PF-WIV22-18
    Winslow Crown Viking Pfeife Lasse

    Tulpenförmiger Pfeifenkopf im Half Bent Shape.

    148,00 €
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    Art.Nr.
    PF-WIV22-17
    Winslow Crown Viking Pfeife Kay

    Schlichtes Soft Bent Modell mit feinen Rustizierungen.

    148,00 €
    Inkl. 19% Steuern, exkl. Versand
  7. Neu
    Art.Nr.
    PF-START8
    Pfeifen-Einsteigerset Bent, braun

    Einsteiger Premium-Set von Jean Claude für den neuen Pfeifenraucher oder für den "gestandenen" Raucher mit allen notwendigen Utensilien für unterwegs.

    70,00 €
    Inkl. 19% Steuern, exkl. Versand
  8. Neu
    Art.Nr.
    PF-ANTB3
    Angelo Pfeife Tugboat braun anthrazit

    Eine handliche Pfeife zum guten Preis.

    35,90 €
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  9. Neu
    Art.Nr.
    PF-ANTB2
    Angelo Pfeife Tugboat braun light

    Eine handliche Pfeife zum guten Preis.

    35,90 €
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Nach dem Erkalten sollte die Asche entfernt und die Rauch-Kammer gesäubert werden. Ein hineingedrehtes Stück Haushaltspapier leistet dabei vortreffliche Dienste.

Aufwendiger ist das Reinigen von Filterpfeifen. Manche Raucher verzichten deshalb auf den Filter und begnügen sich oft mit einem Adapter. Angenehmer Begleiteffekt: Der Zugwiderstand vermindert sich gegenüber der Filterversion deutlich. Die Pfeife raucht sich leichter, wird seltener heiß. Mehr Aufmerksamkeit als die geraden Exemplare verlangen die urigen Hänger, im Fachjargon "Bent" genannt. Sie neigen eher zum Brodeln. Ruhe ist da noch mehr erste Pfeifenraucherpflicht.

Wer schon Erfahrungen gesammelt hat und verschiedene Tabakarten probiert, sollte seine Rauchgeräte in Kategorien einteilen: hier beispielsweise die Exemplare für rauchige Latakiamischungen, dort die Reihe für milde Flakes oder süßere Mixturen. Denn ein häufiger Wechsel der Tabaksorten bekommt einer Pfeife selten, der Geschmack leidet.

 

Soll die Pfeife glatt oder sandgestrahlt oder rustiziert sein?

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, ein unempfindliches Rauchgerät sucht und dazu nicht viel Geld ausgeben kann oder will, der sollte zur sandgestrahlten Pfeife greifen. Bei dieser Spezies werden per Sandstrahlgebläse mit hohem Druck die weichen Holzteile förmlich weggepustet, sodass die verbliebene Holzmasse mit ihrer charakteristischen reliefartigen Struktur besonders fest ist. Schwächliche Bruyèrerohlinge überstehen den harten Sandstrahlprozess nicht. Die Pfeifen mit der rauen Schale sind somit besonders widerstandsfähig, verzeihen auch mal Rauchfehler. Auf Reisen erweist sich die Sandgestrahlte als ideale Begleiterin. Besonders, wenn es an die See geht. Sandkörner können dort jeder glatt polierten Pfeife böse Kratzer zufügen, ihre sandgestrahlte Schwester dagegen scheren solche Reibereien nicht.

Das gilt selbstverständlich auch für die rustizierte Verwandtschaft, deren raue Oberfläche künstlich geschaffen wurde: Der Pfeifenmacher hat sie mühsam per Hand herausgestichelt. Bei der Sandgestrahlten dagegen sieht man Natur, sprich das natürliche Wachstum des Holzes: Ein enges Relief aus waagerechten Ringen bedeutet, dass die Pfeife eigentlich eine prächtige Straight-Grain-Maserung besitzt. Doch während ihrer Formgebung tauchten offenbar größere Einschlüsse auf, sodass der Pfeifenmacher keine Chance mehr sah, sie in eine glatt polierte Preziose zu verwandeln. Die Pfeife wurde sandgestrahlt.

Es gibt prächtige Preziosen, die fürwahr den Titel Bruyèrejuwelen verdienen. Aber: Ein hervorragend gemasertes Unikat muss nicht unbedingt besser schmecken als eine weniger schön strukturierte Serienpfeife. Allerdings bürgt eine gleichmäßige Maserung mit guter Verteilung der weichen und harten Holzbestandteile in der Regel für ruhigen Abbrand und gute Feuchtigkeitsaufnahme. Ausrutscher sind dennoch möglich. Schließlich ist die Pfeife ein Naturprodukt. Bei Pfeifen mit senkrechten Linien im Holz (Straight Grains) verrät die Maserung von Pfeifenboden sowie Kopfrand vieles. Dominieren dort enge Vogelaugen (Bird's Eyes) ohne größere Lücken, dann ist das die beste Garantie für eine durchgängig gleichmäßige Maserung.

 

Das Einrauchen einer neuen Pfeife

Zunächst einmal möchten wir mit dem alten Vorurteil aufräumen, Pfeiferauchen sei kompliziert. Besonders das Einrauchen einer neuen Pfeife gilt häufig noch als umständliches Ritual. Alles Unsinn. Zur Sache: Man nehme das Rauchgerät, stopfe es unten locker, in der Mitte etwas fester und oben fest (Unten weich wie ein Bett, oben hart wie ein Brett). Dann wird die gesamte Tabakoberfläche in Brand gesetzt. Streichhölzer eignen sich dafür am besten. Wer ein Gasfeuerzeug bevorzugt, der sollte es um Himmels willen nicht wie einen Flammenwerfer einsetzen, denn auf diese Weise wurde schon manche Pfeife förmlich hingerichtet. Die kleinste Flamme reicht völlig aus.

Das Schmauchen beginnt. Devise: ruhig ziehen, nicht paffen, von Zeit zu Zeit den glimmenden Tabak mit dem Stopfer niederdrücken. So wird der Zug reguliert und die Temperatur relativ niedrig gehalten. Der weltberühmte Pfeifenmacher Sixten Ivarsson nannte einst das Geheimnis für perfekten Rauchgenuss: „Du musst mit der Pfeife atmen.“ Und wenn sie ausgeht? Macht nichts, dann zündet man sie eben wieder an. Wird das gute Stück trotz aller Vorsicht heiß - unser empfindlicher Handrücken dient als sicherer Gradmesser - dann hilft allein Abkühlen. Die Pfeife wird beiseitegelegt und erst wieder angesteckt, wenn sie nur noch lauwarm ist.

Vergessen Sie alle anderen Einrauchratschläge, vor allem die offenbar unausrottbare "Drittelformel". Danach sollte die Pfeife anfangs nur zu einem Drittel gestopft werden, erst nach mindestens zehn Rauchgängen durfte zur Zweidrittelfüllung übergegangen werden, und erst nach weiteren zehn Durchgängen war Vollstopfen erlaubt. Was für ein Humbug! Zu diesem zählen auch angeblich hervorragende Einrauchmittel wie beispielsweise Honig oder Whisky. Ihnen ist schon manche Pfeife früh zum Opfer gefallen.

 

 

 

Die Genussphilosophie des Pfeifenrauchens

Tabak in einer Pfeife zu rauchen entspringt einem kultischen Zeremoniell, das überwiegend von nordamerikanischen Indianerstämmen praktiziert wurde. Während die Stämme in Süd-und Mittelamerika den Tabak als eine Art gedrehte Tabakwurst (Zigarre) bei allen möglichen Gelegenheiten rauchten, so galt dies bei den Sioux oder Apachen als eine der feierlichsten und heiligsten Handlungen überhaupt. Die Befriedung eines Konfliktes konnte nur durch eine Friedenspfeife besiegelt werden. Der Rat der Stammes-Ältesten debattierte nur im Pfeiferauchenden Pfeifenzirkel, da sonst die spirituelle Eingebung versagt blieb. Dies war genauso Usus bei Medizinmännern und den Schamanen. Übrigens stand der debattierende Ältestenrat der Indianer als Leitbild für das königlich preußische Tabakskollegium des Soldatenkönigs Friedrich Wilhelm I. Bei den Zusammenkünften in diesem Staatskabinett war es für jeden Minister Pflicht Pfeife zu rauchen. Der König, der für gewöhnlich nicht rauchte, war fest davon überzeugt, dass er durch das Pfeiferauchen seinen Räten mehr brillante "Geistleistungen" und vor allem soziale Integrität abringen konnte.

Der Seefahrer Sir Walter Raleigh, Günstling der englischen Königin Elisabeth I, machte die Tabakpfeife im 16. Jahrhundert in Europa hoffähig. Zu dieser Zeit fertigte man die Pfeifen aus Ton oder Porzellan. In Mittel- und Nordeuropa war von nun ab die Pfeife für die besseren Stände wie Reeder, Kaufleute, Adelige und Offiziere ein Prestige-Objekt. Nun soll aber niemand glauben, dass in Europa erst im 16. Jahrhundert Pfeife geraucht wurde. Bodenarchäologen fanden in der Nähe eines 6.000 Jahre alten Kultplatzes am Niederrhein Fragmente von tönernen Rauchpfeifen. Wäre Tabak darin gewesen, hätte die Weltgeschichte neu geschrieben werden müssen. Man fand aber Reste von gerauchtem Hanf (sic!).

Der Überseehandel weitete sich im 17. und 18. Jahrhundert enorm aus, sodass immer mehr Tabak nach Europa kam und sogar dort angebaut wurde. Die Kolonialländer England, Frankreich und vor allen Holland, verbrachten den Tabaksamen nach Afrika und Fernost. Eine Vielfalt von Sorten und Züchtungen an Tabak entstand. Von diesem reichen Angebot profitierte nun auch die weniger wohlhabende Bevölkerung, wie einfache Seeleute, Handwerker, Bauern und Landsknechte. Letztere verbreiteten den Tabakkult (das Pfeiferauchen) bis in die entlegensten Winkel des Kontinents. Rauchten die einfachen Stände nun den gemeinen, schlecht fermentierten Knaster, so entstanden in Britannien Tabakmanufakturen, die sich auf das Blenden und Fermentieren des Tabaks verstanden.